Alleinstellungsmerkmale – der Weg zur Einzigartigkeit

Im Internet bin ich auf einen Blog gestoßen, in dem verzweifelte Gründer aus dem Bereich der Gastronomie zu einem Brainstorming für die Alleinstellungsmerkmale (AM) ihres neuen Restaurants aufriefen (1). Deren Anlass bestand insbesondere darin, dass ihnen auf Grund des Fehlens der AM in ihrem Businessplan von der Bank kein Kredit vergeben wurde. Diese falsche Herangehensweise bewegte mich dazu, kurz und knapp über den Weg zur Findung der AM zu berichten. Außerdem möchte ich detailliert auf das Beispiel „Buck & Breck“ eingehen, das aufzeigen soll wie man sich erfolgreich positionieren und damit von der Konkurrenz absetzen kann, indem man eine gewisse Einzigartigkeit besitzt.

Die Vorgehensweise aus dem oben genannten Blog, fremde Leute um Vorschläge für AM für das eigene Konzept zu bitten, ist definitiv die falsche Weise. Der Grund dafür ist, dass sie zu wenig mit dem individuellen Prozess vertraut sind. Daher möchte ich Wege aufzeigen, wie es der Unternehmer von morgen geschickter anstellen kann.

Hier sollte und muss man selbst aktiv werden! Und dabei nicht vergessen: Es ist nicht bedeutsam was der Anbieter oder man selbst als besonders einzigartig empfindet, sondern was die Wünsche und Erwartungen der Kunden sind. Versetzen Sie sich aoslo in die Lage ihrer Kunden! Wie so etwas möglich ist, zeigen auch schon verschiedenste Marketingagenturen indem sie hierzu Lehrgänge, Seminare und zahlreiche Programme anbieten, durch diese der Weg zur Findung der AM erleichtert oder geebnet werden soll.
Dies kann beispielsweise durch eine Checkliste erfolgen (2), welche mit strukturierten Fragen sowie Beispiele für Formulierungen den Findungsprozess vereinfachen soll. Wie solche Fragestellungen aussehen können, kann man sich unter dem folgenden Link:
http://werbung.pr-gateway.de/alleinstellungsmerkmale-finden-usp-definieren/
kostenlos im Internet herunterladen. Durch diese Fragestellungen lassen sich die Wünsche der Zielgruppe eingrenzen, einzigartige Kundennutzen formulieren und außergewöhnliche Angebote näher beschreiben. Im Grunde genommen ist die Suche nach einzigartigen Problemlösungen von entscheidender Bedeutung, da nur diese eine Alleinstellung am Markt ermöglichen können.

Nun noch ein Beispiel welches verdeutlichen soll, wie man sich durch Besonderheiten, Exklusivität und Einzigartigkeit von dem 08/15er Markt der Gastronomie abhebt, aber auch gleichfalls Bodenständigkeit beweist.

„Buck & Breck“ ist eine Coktailbar in der Brunnenstraße, in einem Teil des Berliner Stadtbezirks Berlin Mitte. Das Barprojekt wurde von dem Portugiesen Goncalo de Sousa Monteiro, welcher auch zu den bekanntesten deutschen Bartendern gehört und dem Münchner Holger Groll gegen Ende des Jahres 2010 ins Leben gerufen. Beide sind dem Leser vielleicht schon durch die „Victoria“-, die „Admirals“- und die „Windhorst“ Bar in Berlin bekannt, sowie durch die preisgekrönte Hamburger Bar „Le Lion“ oder der „Cortiina“ Bar in München. Ihre Cocktailkreationen zieren mittlerweile unzählige Barkarten im deutschsprachigen und europäischen Raum. Möchte man das „Bruck & Breck“ besuchen und man kennt die Hausnummer nicht, so wird die Bar schwierig zu finden sein. Denn es gibt keine Neo-Reklame und keinen Schriftzug der erkennen lassen würde, wo sich das „Buck & Breck“ befindet. Findet man es doch, so wird man zuerst auf eine unscheinbare Klingel mit der Aufschrift „Bar“ drücken müssen, um Einlass geboten zu bekommen. Hierbei ist Glück gefragt, denn sind alle Plätze belegt, erfolgt kein Einlass. Größere Gruppen müssen ohnehin draußen bleiben, denn es wird großen Wert auf sehr individuellen Service gelegt. Der „Tresentisch“ erregt Aufmerksamkeit, Achtung und Bewunderung, da er in der Mitte des Raumes mit wenigen und den einzigen Sitzplätzen prangt. Der Bartender steht dadurch mittendrin im Geschehen, was den Drink umso mehr in das Zentrum rückt. Der Rest der Bar ist recht minimalistisch und etwas spartanisch. Von dem Design bis hin zur Karte. Auszeichnend für eine private Atmosphäre ist der Verzicht auf ein „Über-Design“ und die von den Gästen mit Kreide bemalten Wandtafeln. Selbst die Homepage zeigt fern jeglicher Informationen nur das Symbol und den Namen von „Buck & Breck“. Alles erweckt den Eindruck, als wolle man privat bleiben und dem Gast das Gefühl vermitteln sich wie zu Hause fühlen zu dürfen. Angeboten werden Klassiker und neo-klassische Eigenkreationen, sowie Shortdrinks aus dem späten 19. Jahrhundert, die sich größtenteils aus historischen Zutaten zusammensetzen (3).

Abschließend ist zu sagen, dass sich nur diejenigen erfolgreich positionieren und damit von der Konkurrenz absetzen können, die eine gewisse Einzigartigkeit besitzen (4).

Michael Türksch

Quellen:
http://www.brainr.de/brainstorming/show/23132-wir-suchen-nach-mehr-alleinstellungsmerkmalen-fuer-ein-restaurant (1)
http://werbung.pr-gateway.de/alleinstellungsmerkmale-finden-usp-definieren/ (2)
http://mixology.eu/bars_und_menschen/bars/neue-bar-berlin-mitte-buck-breck/ (3)
http://www.akademie.de/wissen/usp-entwickeln-in-5-schritten (4)

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